Petra Füth . Bild II .   18.01. - 15.02.12

Bild II. Petra Füth
Bild II. Petra Füth

„Bild II“ zeigt eine Arbeit der Bochumer Künstlerin Petra Füth. Die Installation entstand in direktem Dialog mit der besonderen Ausstellungssituation. Ein durch senkrecht hängende Stoffe eingegrenzter Raum bildet mit der Eingangstür als Basis ein gleichschenkliges Dreieck ab. Der Einblick in diese Situation erfolgt exakt auf der Symmetrieachse. In dieser Dreiwändigkeit sind vier Flächen gestaltet - es gibt ein Oben, Unten, Rechts und Links. Durch Hinterleuchtung der unterschiedlich breiten, einfarbigen und gemusterten Stoffbahnen verwischen die Grenzen der Installation. Zusätzliche träge Bewegungen des Stoffmaterials in einem Luftstrom lassen ein transparentes Raumgefühl entstehen.
Im Gegensatz zum geradezu monochrom erscheinenden Bild I von Bernd Leistikow spielt die Arbeit von Petra Füth mit außerordentlicher Vielfarbigkeit. Deren Lebendigkeit verdeutlicht sich durch die nach wenigen Sekunden nach Beleuchtungsbeginn einsetzende Bewegung der Stoffe.
In diesem Augenblick transformiert das vermeintliche Tafelbild in räumliche Dimensionen und die Dramaturgie der Wahrnehmung im Sinne des Ausstellungstitels beginnt zu wirken. Der Betrachter (die Außenwelt) erblickt eine dreidimensionale Installation (die Innenwelt) per einäugiger Türspion-Durchsicht und somit zwangsläufig zweidimensional. Erst die durch Bewegung mitgeteilte dritte Dimension vermittelt die Illusion räumlichen Sehens. Die erlebte Wahrnehmung ist also ein reines „Kopfprodukt“ - die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt.

Petra Füth
geb. 1952 in Bochum; 1973 bis 1977 Studium der Freien Grafik  an der FH Dortmund (Prof. Gustav Deppe); 1978 bis 1983 Studium der Kunst und Textilgestaltung an der GSH Essen (Prof. Eva Thomkins u. Prof. Martel Wiegand); zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen; seit 2004 Mitglied des Wittener Künstlerbundes; lebt und arbeitet in Hattingen.  

 

 

 

 

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